Heute ließen Melanie und ich uns vom Wetter über den Brenner locken. Dort standen die Chancen gut, den einen oder anderen Sonnenstrahl abzubekommen. Nach Burgum im Pfitschertal östlich von Sterzing verschlug es uns und tatsächlich war das Wetter dort recht gut. Ein paar Wolken ließen sich zwar am Himmel schon blicken, die Berggipfel waren aber wolkenfrei. Zu Beginn folgten wir einem Graben Richtung Südosten in dem wir recht gut vorankamen. Bald darauf ging es über leicht bewaldete Hänge auf der orographisch rechten Grabenseite hinauf zur Burgumer Alm. Dort weitete sich der Graben und es eröffnete sich ein beeindruckend schönes Kar. Wir stiegen dem Wanderweg folgend zur Sterzinger Hütte auf, wo wir ein sonniges Päuschen einlegten. Auch wenn nicht viel los war, alleine waren wir nicht in dem schönen Kar. Jedoch hatten die Anderen scheinbar einen anderen Aufstiegsweg gewählt und waren großteils auf der anderen Talseite aufgestiegen. Welcher der bessere Aufstiegsweg ist lässt sich schwer sagen, schneesicherer ist jedoch vermutlich der andere. Oberhalb der Sterzinger Hütte querten wir in das beeindruckende Kar, das uns fast bis zum Gipfel führte. Das Spiel von Sonne, Wind und Schnee zauberte eine magische Stimmung und sorgte für einen abwechslungsreichen Aufstieg. Beim Übersetzen von der Nordwest- auf die Südseite pfiff uns der Wind zwar ordentlich entgegen, so stürmisch wie befürchtet war es aber bei weitem nicht. Nach dem Schidepot war nur mehr ein wenig leichte Kraxelei vor uns ehe wir den Ausblick am Gipfel genießen durften.
Als wir am Gipfel ankamen war die Sicht noch nicht allzu gut, doch wir hatten Glück und kurz darauf lachte die Sonne hinter den Wolken hervor. So ließ es sich noch ein paar Minuten länger am Gipfel aushalten ehe wir uns an den Abstieg machten. Auf den ersten Schwüngen war der Schnee noch recht hart und windgepresst. Bald wurde er aber deutlich besser und wir hatten eine traumhafte Abfahrt vor uns. Herrlich pulvrig geleitete uns das lange, breite Kar zurück zu den sanften Almböden rund um die Burgumer Alm. Dort hatte die Sonne den Schnee schon ein wenig bearbeitet und so war etwas Stockeinsatz gefragt. Mitten auf dem Almboden fanden wir eine gemütliche Sonnenbank auf der wir bei einer Jausenpause die traumhafte Landschaft und das geniale Wetter genießen durften.Gestärkt wedelten wir über firnige Hänge und ein paar Meter Forststraße zurück zum Auto.
Die Schitour auf die Wilde Kreuzspitze ist eine rundum großartige Unternehmung. Im abwechslungsreichen Graben zu Beginn macht man gut Höhenmeter bevor man die herrlichen Almböden um die Burgumer Alm betritt. Ehe man sich an der traumhaften Landschaft satt gesehen hat, beginnt auch schon der Aufstieg über das geniale Nordwestkar. Perfekte Neigung von oben bis unten und breit genug, sodass viele Wedelspuren Platz finden. Das lässt vermutlich das Herz jedes Schitourengehers höher schlagen. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen erwartet den Gipfelstürmer auf dieser eher einsamen Tour noch ein wenig nette Kraxelei ehe man den aussichtsreichen Gipfel erreicht. Also alles in allem eine absolut geniale Schitour.
Sonntag, 10. März 2019
Sonntag, 3. März 2019
Lugauer
Ziemlich überrascht waren Markus, Lu und ich heute als wir die Schi für die ersten Meter im Hartelsgraben auf den Rucksack montieren mussten. Dass die großen Schneemengen vom Jänner nicht mal bis Anfang März in dem nordseitigen Graben reichen würden, hätte ich mir nicht gedacht. Lange dauerte es aber nicht und wir konnten die Schi anschnallen. Wenig später zeigte sich der schneereiche Winter doch noch recht deutlich. Die Schneemengen nahmen rasch zu und immer wieder querten wir alte Lawinenkegel. Eine besonders mächtige Lawine hatte tatsächlich den gesamten Graben über eine Länge von ungefähr hundert Metern aufgefüllt. Schnee lag in den Wänden mittlerweile kaum mehr, also die Lawinengefahr war eher gering. Jedoch taute der Fels bei den warmen Temperaturen auf und es rumpelten gelegentlich Steine in die Schlucht. Also hieß es so wenig Zeit wie möglich in den gefährdeten Bereichen verbringen. Bei der Hartelsgrabenhütte hatten wir den kritischen Abschnitt hinter uns und konnten in der Sonne eine genüssliche Trinkpause einlegen. Das Wetter war überhaupt deutlich besser als gedacht mit beinahe wolkenfreiem Himmel und auch den Wind bekamen wir erst nach dem gemütlichen Abschnitt zur Haselkaralm zu spüren. Bevor es auf der Lugauerplan zur Sache ging, legten wir noch eine kurze Trinkpause ein. Bei der Gelegenheit überholten uns zwei Tourengeher die von Johnsbach gekommen waren und übernahmen das Spuren. Im obersten Abschnitt der Plan brachte die Spurarbeit der Vorgänger leider nicht mehr viel, da der Wind in kürzester Zeit wieder alles verblies. Wirklich stark fühlte sich der Wind beim Schidepot aber nicht an und so stapften wir noch auf den Gipfel.
Bei dem herrlichen Wetter zahlte es sich definitiv noch aus den netten Grat zum Gipfel zu machen. Belohnt wurden wir mit einem traumhafte Rundblick. Da war es nicht verwunderlich, dass wir ein paar Minuten mehr am windigen Gipfel verbrachten. Zurück beim Schidepot war mir doch etwas kalt geworden und ich freute mich auf die Abfahrt. Zurecht, denn die Plan war wirklich großartig zum Runterwedeln. Da wollten wir gar nicht stehen bleiben und fuhren bis die Oberschenkel brannten. Auch die restliche Abfahrt machte Spaß, selbst die Forststraße durch den Hartelsgraben.
Auch wenn es ein langer Weg ist durch den Hartelsgraben auf den Lugauer, meiner Meinung nach lohnt er sich allemal. Auch wenn der mit Abstand schönste Teil der Tour, die Lugauerplan, gerade mal ein Drittel ausmacht, so sind die restlichen Abschnitte landschaftlich beeindruckend, relativ kurzweilig und zum Abfahren eigentlich auch ganz lustig. Außerdem bevorzuge ich den Anstieg im Vergleich zu den Alternativen von Johnsbach und Radmer, da er keinen Gegenanstieg hat. Da gehe ich lieber ein paar Höhenmeter mehr und dafür am Stück.
Bei dem herrlichen Wetter zahlte es sich definitiv noch aus den netten Grat zum Gipfel zu machen. Belohnt wurden wir mit einem traumhafte Rundblick. Da war es nicht verwunderlich, dass wir ein paar Minuten mehr am windigen Gipfel verbrachten. Zurück beim Schidepot war mir doch etwas kalt geworden und ich freute mich auf die Abfahrt. Zurecht, denn die Plan war wirklich großartig zum Runterwedeln. Da wollten wir gar nicht stehen bleiben und fuhren bis die Oberschenkel brannten. Auch die restliche Abfahrt machte Spaß, selbst die Forststraße durch den Hartelsgraben.
Auch wenn es ein langer Weg ist durch den Hartelsgraben auf den Lugauer, meiner Meinung nach lohnt er sich allemal. Auch wenn der mit Abstand schönste Teil der Tour, die Lugauerplan, gerade mal ein Drittel ausmacht, so sind die restlichen Abschnitte landschaftlich beeindruckend, relativ kurzweilig und zum Abfahren eigentlich auch ganz lustig. Außerdem bevorzuge ich den Anstieg im Vergleich zu den Alternativen von Johnsbach und Radmer, da er keinen Gegenanstieg hat. Da gehe ich lieber ein paar Höhenmeter mehr und dafür am Stück.
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Schitour
Standort:
Johnsbach, 8912 Johnsbach, Austria
Sonntag, 24. Februar 2019
Birgitzköpfl
Bei dem traumhaften Wetter und der guten Schneelage hat man zur Zeit wirklich viele Möglichkeiten. Melanie und ich entschieden uns für eine kurze Schitour bevor es an den vermeindlich sonnigen Fels an der Martinswand gehen sollte. Bei Axam starteten wir vom großen Parkplatz an der Straße nach dem Gasthof Adelshof. Zu Beginn war die Aufstiegsspur im Wald ziemlich hart und rutschig. Da wurden meine Schultern schon mal gut aufgewärmt. Als der Wald lichter wurde, wurden auch die Schneebedingungen besser und unsere Felle hielten wieder. Gemütlich ging es der alten Schipiste entlang. Wenig später tauchte bei der Birgitzer Alm das herrliche Panorama der Axamer Lizum auf. Noch ein paar Schritte weiter waren wir auch schon am Gipfel und genossen die wärmende Sonne und den traumhaften Ausblick auf die umliegenden Berge und die Stadt Innsbruck.
Wirklich lang blieben wir aber nicht. Schließlich wollten wir ja noch an der Martinswand beim Klettern ein wenig in der Sonne brutzeln. So ganz klappte der Plan aber leider nicht, da sich bald ein Wolkenschleier vor die Sonne legte. Gute Kletterbedingungen waren aber trotzdem.
Die Schitour auf das Birgitzköpfl ist eine wirklich nette und gemütliche Kurzschitour mit schönem Ausblick. Nur der unterste Teil des Aufstieges kann bei Vereisung etwas anstrengender sein.
Wirklich lang blieben wir aber nicht. Schließlich wollten wir ja noch an der Martinswand beim Klettern ein wenig in der Sonne brutzeln. So ganz klappte der Plan aber leider nicht, da sich bald ein Wolkenschleier vor die Sonne legte. Gute Kletterbedingungen waren aber trotzdem.
Die Schitour auf das Birgitzköpfl ist eine wirklich nette und gemütliche Kurzschitour mit schönem Ausblick. Nur der unterste Teil des Aufstieges kann bei Vereisung etwas anstrengender sein.
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Schitour
Standort:
Götzner Berg 7, 6091 Götzens, Austria
Sonntag, 17. Februar 2019
Festkogel
Früh brachen Lu und ich heute vom Kölblwirt auf, wir hatten schließlich große Pläne. Nach dem warmen Wetter der letzten Tage und der sternenklaren und kalten Nacht hatten wir gehofft, dass heute perfekte Bedingungen für das Hochtor sein würden. Bis zum Koderboden ging es noch mit Stirnlampen, ab da begann es zu dämmern und nach der kurzen Steilstufe unterhalb des Rinnersteins fing der Festkogel an in den ersten Sonnenstrahlen zu glühen. Mit ein paar Zusatzhöhenmeter gelangten wir ins Schneeloch und wechselten bald von Schi auf Steigeisen. Im Schneeloch lagen ordentliche Mengen an Schnee und fast alles war bedeckt mit harten Schneebrocken von Lawinenknollen. Bis auf die außergewöhnlichen Schneemengen im Schneeloch war das nicht wirklich ungewöhnlich. Was mir jedoch überhaupt nicht gefiel war, dass wir mit unseren Pickeln feine aber ausgedehnte Risse in der harten Schneedecke auslösten. Ich beobachtete solche Risse heute zum ersten Mal und konnte daher auch nicht wirklich abschätzen, wie viel Gefahr von ihnen ausging. Ein gutes Zeichen waren sie aber sicherlich nicht und wir entschieden uns umzukehren. Also ging es statt aufs Hochtor auf den deutlich gemütlicheren und beliebteren Nachbargipfel, auf den Festkogel. Wir reihten uns in die Karawane Richtung Gipfel ein und marschierten die gut ausgetretene Aufstiegsspur aufwärts.
Das Panorama am Gipfel war wie immer im Gesäuse einfach traumhaft. Für ein bisschen Sonne genießen und jausnen hatten wir noch Zeit bevor die ersten Lockerschneelawinen aus dem steilen Felsgelände in Richtung Ödstein abgingen. Bei der Abfahrt dachte ich mir noch mal, dass unsere Planänderung auf Festkogel eine gute Entscheidung war. Der Schnee war doch noch deutlich weicher als gedacht und beim Runterwedeln bröselte einiges mit. Da wäre die Abfahrt vom Hochtor vermutlich nicht allzu genussvoll gewesen. So konnten wir die schönen Hänge genießen und ließen uns von Locals zu einer Abfahrtsvariante zwischen Schneekarturm und Rinnerstein verlocken. Leider waren relativ viele Lawinenknollen in der Rinne, die die Abfahrt etwas anstrengender machten. Insgesamt war die Variante aber durchaus lohnen, auch wenn sie deutlich anspruchsvoller war als die normale Abfahrt vom Festkogel. Zurück beim Kölblwirt gönnten wir uns noch eine leckere Suppe ehe es wieder nach Hause ging.
Auch wenn es heute nur ein Ausweichziel war, die Schitour auf den Festkogel ist erstklassig. Ganz objektiv bin ich da aber zugegebenermaßen nicht, da es mir im Xeis sowieso immer gefällt.
Das Panorama am Gipfel war wie immer im Gesäuse einfach traumhaft. Für ein bisschen Sonne genießen und jausnen hatten wir noch Zeit bevor die ersten Lockerschneelawinen aus dem steilen Felsgelände in Richtung Ödstein abgingen. Bei der Abfahrt dachte ich mir noch mal, dass unsere Planänderung auf Festkogel eine gute Entscheidung war. Der Schnee war doch noch deutlich weicher als gedacht und beim Runterwedeln bröselte einiges mit. Da wäre die Abfahrt vom Hochtor vermutlich nicht allzu genussvoll gewesen. So konnten wir die schönen Hänge genießen und ließen uns von Locals zu einer Abfahrtsvariante zwischen Schneekarturm und Rinnerstein verlocken. Leider waren relativ viele Lawinenknollen in der Rinne, die die Abfahrt etwas anstrengender machten. Insgesamt war die Variante aber durchaus lohnen, auch wenn sie deutlich anspruchsvoller war als die normale Abfahrt vom Festkogel. Zurück beim Kölblwirt gönnten wir uns noch eine leckere Suppe ehe es wieder nach Hause ging.
Auch wenn es heute nur ein Ausweichziel war, die Schitour auf den Festkogel ist erstklassig. Ganz objektiv bin ich da aber zugegebenermaßen nicht, da es mir im Xeis sowieso immer gefällt.
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Schitour
Standort:
Johnsbach, 8912 Johnsbach, Austria
Samstag, 16. Februar 2019
Wolfnalmspitze
Reini hatte für heute eine vermeindlich einsame und schöne Schitour im Lienzer Raum für uns ausgesucht. Kurz nach Donnersbachwald auf der taleinwärts gesehen rechten Seite machten wir uns zu fünft auf den Weg. Reini übernahm die Führung und Gerhard, Peter, Lu und ich folgten ihm durch den lichten Wald bergauf. Ein paar Forststraßenabschnitte und nette Hänge später standen wir in dem landschaftlich eindrucksvollen Kar nördlich der Wolfnalmspite. In gemütlicher Steigung marschierten wir weiter und erreichten bald den aussichtsreichen Gipfel.
Bei dem traumhaften Wetter ließ es sich am Gipfel gut aushalten und wir jausneten gemütlich bevor wir uns in die Abfahrt stürzten. Dank der schattigen Nordausrichtung fanden wir noch einiges an Pulverschnee in den schönen Hängen und konnten die Abfahrt in vollen Zügen genießen. Auch für die Forststraßenabkürzer durch den Wald war mehr als genug Schnee vorhanden und so wurde es bis zum Schluss nicht langweilig.
Da hatte Reini heute den richtigen Riecher, die Wolfnalmspitze ist tatsächlich vergleichsweise einsam und absolut lohnenswert. Wir waren heute alleine unterwegs und das trotz herrlichem nordseitigen Pulverschnee und traumhaftem Wetter.
Bei dem traumhaften Wetter ließ es sich am Gipfel gut aushalten und wir jausneten gemütlich bevor wir uns in die Abfahrt stürzten. Dank der schattigen Nordausrichtung fanden wir noch einiges an Pulverschnee in den schönen Hängen und konnten die Abfahrt in vollen Zügen genießen. Auch für die Forststraßenabkürzer durch den Wald war mehr als genug Schnee vorhanden und so wurde es bis zum Schluss nicht langweilig.
Da hatte Reini heute den richtigen Riecher, die Wolfnalmspitze ist tatsächlich vergleichsweise einsam und absolut lohnenswert. Wir waren heute alleine unterwegs und das trotz herrlichem nordseitigen Pulverschnee und traumhaftem Wetter.
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Schitour
Standort:
Donnersbachwald, 8953, Austria
Dienstag, 12. Februar 2019
Karlsteg - Koascht
Nachdem wir vorgestern mit der Wahl des Eisklettergebietes nicht das besste Händchen hatten, steuerten Melanie und ich heute ein Gebiet an, bei dem im Eiskletterführer explizit dabei steht, dass es lawinensicher sein soll. Also ging es ins Zemmtal bis kurz vor Ginzling. Dank des Neuschnees der letzten Tage durften wir im unberührten Winterwunderland die ersten Spuren ziehen. Nach kurzer Stapferei talauswärts auf einem breiten Weg tauchte bald das Eis ein Stück weit links über uns auf. In steiler, teilweise recht tiefer Stapferei wühlten wir uns mühsam den Hang hinauf um schlussendlich zu erkennen, dass heute das Eis heute nicht mitspielen wollte.
Anscheinend war der Fall bei einer der letzten Wärmephasen zusammengebrochen. Zumindest lagen recht viele Eisbrocken am Boden und im Hang darunter. An der Wand hatten sich zwar schon wieder ein paar neue Zapfen und Eisbalkone gebildet, eine wirklich stabilen Eindruck machten die meisten Eisgebilde aber nicht. Die wenigen solide wirkenden Eisgebilde erschienen uns nicht allzu lohnend und daher zogen wir unverrichteter Dinge wieder ab. Scheinbar ist uns das Eis noch nicht wirklich wohlgesonnen, aber wir werden schon noch 'warm' werden miteinander. Beim beschwingten Abstieg löste plötzlich mein Lawinenrucksack aus. Wovor der Rucksack im Moment des Auslösens einen derartigen Bammel hatte, ist mir jedoch schleierhaft. Jedenfalls kann ich die Lawinenrucksack Statistik bestätigen, wenn man ohne Lawinenabgang den Lawinenrucksack auslöst bleibt man meistens an der Oberfläche ;-)
Zur Zeit lohn sich ein Besuch des Eisklettergebiets Karlsteg - Koascht nicht wirklich. Bei besseren Eisbedingungen könnte ich mir aber gut vorstellen, dass man hier seinen Spaß haben kann.
Anscheinend war der Fall bei einer der letzten Wärmephasen zusammengebrochen. Zumindest lagen recht viele Eisbrocken am Boden und im Hang darunter. An der Wand hatten sich zwar schon wieder ein paar neue Zapfen und Eisbalkone gebildet, eine wirklich stabilen Eindruck machten die meisten Eisgebilde aber nicht. Die wenigen solide wirkenden Eisgebilde erschienen uns nicht allzu lohnend und daher zogen wir unverrichteter Dinge wieder ab. Scheinbar ist uns das Eis noch nicht wirklich wohlgesonnen, aber wir werden schon noch 'warm' werden miteinander. Beim beschwingten Abstieg löste plötzlich mein Lawinenrucksack aus. Wovor der Rucksack im Moment des Auslösens einen derartigen Bammel hatte, ist mir jedoch schleierhaft. Jedenfalls kann ich die Lawinenrucksack Statistik bestätigen, wenn man ohne Lawinenabgang den Lawinenrucksack auslöst bleibt man meistens an der Oberfläche ;-)
Zur Zeit lohn sich ein Besuch des Eisklettergebiets Karlsteg - Koascht nicht wirklich. Bei besseren Eisbedingungen könnte ich mir aber gut vorstellen, dass man hier seinen Spaß haben kann.
Sonntag, 10. Februar 2019
Schönachtal
Heute wollten Melanie und ich uns mal im Eis versuchen. Unsere Wahl viel auf das Schönachtal bei Gerlos. Die Höhenlage ließ mich hoffen, dass wir dort gutes Eis finden würden und bei Lawinenwarnstufe 2 hätte ich gedacht, dass es stabil genug ist um sich kaum Sorgen um Lawinen machen zu müssen. Schwer bepackt starteten wir beim Parkplatz vor dem Schranken im Schönachtal mit den Schi los. Die Straße zur Lackneralm ließ sich mit den Schi gut gehen, auch wenn wir hinauf zu Fuß auch nicht langsamer gewesen wären. Ab dort folgten wir der beeindruckend schönen Langlaufloipe zur Issalm, wo uns die markanten Eisfälle westlich des Talbodens ins Auge stachen. Auch wenn die Eiszapfen und Eissäulen in den steilen Felswänden wirklich spektakulär aussahen, uns zog es ganz klar zu den netten Eisglasuren auf der gegenüberliegenden Seite. Für die letzten Meter verließen wir die Langlaufloipe und spurten eine Forststraße hinauf. Spätestens hier machte sich die Schitourenausrüstung bezahlt, das wäre zu Fuß um einiges mühsamer gewesen. Die Forststraße führte uns entlang einiger schönen Eisfällen bis uns schließlich der letzte in der Reihe am meisten anlachte. Während wir unsere Schitourenausrüstung ablegten und die Eisausrüstung anlegten, donnerte eine Staublawine über einen Eisfall am südlichen Ende der gegenüberliegenden Talseite. Verunsichert sahen wir uns an und wunderten uns über diesen nicht ganz kleinen spontan ausgelösten Lawinenabgang bei Lawinenwarnstufe 2. Nach ein wenig hin und her überlegen und einem Versuch, die Hänge über unserem Eisfall einzusehen, hatte ich den Eindruck, dass unsere Seite des Talbodens sicherer wäre als die gegenüberliegende Seite. Daher fingen wir an uns im Eis ein wenig zu spielen. Eisschrauben setzten, Stand bauen, Vertrauen in die Steigeisen und Eisgeräte aufbauen und so weiter. Bald donnerte noch eine weitere Staublawine auf der gegenüberliegenden Talseite herab, diesmal einen Wasserfall weiter nördlich.
Ich war immer noch im Glauben, dass unsere Talseite sicherer sein sollte und so machten wir noch ein wenig weiter. Bald darauf bekam Melanie aber ein ungutes Gefühl und überzeugte mich davon abzubauen. Mit meiner noch wenigen Erfahrung im Eis brauchte ich eine Weile zum Material einsammeln, Eissanduhr bohren und abseilen. Keine Minute zu spät waren wir zurück bei unserem Schidepot ehe eine Staublawine über den Wasserfall donnerte an dem wir kurz zuvor noch geklettert waren. Ein wenig streifte uns die Lawine noch und verstreute etwas Material im Hang unterhalb. Mehr als den immer noch gewaltigen Druck am Lawinenrand bekamen wir aber nicht zu spüren. Da hatte Melanies Bauchgefühl uns heute einen sehr guten Dienst erwiesen. Das verstreute Material im Hang sammelten wir beim Abstieg geschwind ein und fuhren mit den Schi gemütlich entlang der sicheren Loipe zurück zum Auto.
So ganz klar ist es mir immer noch nicht, warum wir bei Lawinenwarnstufe 2 heute so viele spontan ausgelöste Lawinen beobachte konnten. Vermutlich ist es auf die im Lagebericht beschriebenen Schwachschicht in der Altschneedecke zwischen 2300 und 2600 Metern in Kombination mit den hohen Tagestemperaturen und dem starken Südfohn zurückzuführen. Jedenfalls werden wir nach diesem Warnschuss in Zukunft die Lawinenlage und Wetterverhältnisse beim Eisklettern noch sorgfältiger miteinplanen, die Anzeichen für Lawinen währenddessen ernster nehmen und auf jeden Fall wieder auf Melanies Bauch hören. Was das Eis angeht in den Wänden rund um die Issalm, das ist (zumindest meiner unerfahrenen Meinung nach) in einem scheinbar ziemlich gutem Zustand.
Ich war immer noch im Glauben, dass unsere Talseite sicherer sein sollte und so machten wir noch ein wenig weiter. Bald darauf bekam Melanie aber ein ungutes Gefühl und überzeugte mich davon abzubauen. Mit meiner noch wenigen Erfahrung im Eis brauchte ich eine Weile zum Material einsammeln, Eissanduhr bohren und abseilen. Keine Minute zu spät waren wir zurück bei unserem Schidepot ehe eine Staublawine über den Wasserfall donnerte an dem wir kurz zuvor noch geklettert waren. Ein wenig streifte uns die Lawine noch und verstreute etwas Material im Hang unterhalb. Mehr als den immer noch gewaltigen Druck am Lawinenrand bekamen wir aber nicht zu spüren. Da hatte Melanies Bauchgefühl uns heute einen sehr guten Dienst erwiesen. Das verstreute Material im Hang sammelten wir beim Abstieg geschwind ein und fuhren mit den Schi gemütlich entlang der sicheren Loipe zurück zum Auto.
So ganz klar ist es mir immer noch nicht, warum wir bei Lawinenwarnstufe 2 heute so viele spontan ausgelöste Lawinen beobachte konnten. Vermutlich ist es auf die im Lagebericht beschriebenen Schwachschicht in der Altschneedecke zwischen 2300 und 2600 Metern in Kombination mit den hohen Tagestemperaturen und dem starken Südfohn zurückzuführen. Jedenfalls werden wir nach diesem Warnschuss in Zukunft die Lawinenlage und Wetterverhältnisse beim Eisklettern noch sorgfältiger miteinplanen, die Anzeichen für Lawinen währenddessen ernster nehmen und auf jeden Fall wieder auf Melanies Bauch hören. Was das Eis angeht in den Wänden rund um die Issalm, das ist (zumindest meiner unerfahrenen Meinung nach) in einem scheinbar ziemlich gutem Zustand.
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