Da für Mittwoch Schlechtwetter angesagt war, wurde die Geburtstagswanderung für meine Mutter auf Dienstag vorverlegt. Am Plan stand die Bärenschützklamm. Die Zufahrt mussten wir etwas anders wählen, als ich es gewohnt war, da die Eisenbahnunterführung nach Mixniz durch die Hochwassersituation der letzten Tage mit Schlamm angefüllt war. Mit dem kleinen Umweg gelangten wir aber schlussendlich doch zum Parkplatz. Dort war schon einiges los, schließlich ist die Bärenschützklamm eines der beliebtesten Ausflugsziele der Steiermark. Der Mixnizbach führte gerade sehr viel Wasser und bot ein beeindruckendes Schauspiel. In der Klamm selbst war das tosen der Wasserfälle so laut, dass man sich nur schreiend unterhalten konnte.
Beim Gasthof 'Zum Guten Hirten' genehmigten wir uns noch eine Stärkung, traten dann aber relativ rasch den Abstieg an, da immer mehr Menschen aus der Klamm kamen und den Gastgarten füllten. Beim Abstieg zeigte ich meinen Eltern noch eines meiner Lieblings-Klettergebiete im Grazer Bergland: die Weiße Wand. Außerdem fanden wir noch ein paar Schwammerl, die wir aber stehen ließen.
Dafür, dass ich mittlerweilen fünf Jahre in Graz bin, hat es ganz schön lange gedauert, bis ich die Bärenschützklamm besucht habe. Ich muss aber zugeben, der Besuch hat sich gelohnt.
Dienstag, 24. Juli 2012
Donnerstag, 19. Juli 2012
Rossbachkogel
Für heute hatte Klaus eine Wanderrunde in der Gleinalpe geplant und Nina, Matthias, David und ich schlossen uns an. Es ging vom Jagglwirt bei Kainach über das Gstierlkreuz auf den Rossbachkogel und dann über den Gasthof Gleinalm wieder zurück. Der Aufstieg war, bis auf einen Stollen aus dem es nach Schießpulver roch, recht schön, gorßteils bewaldet und angenehm kühl. Als wir aus dem Wald auf den Alboden kamen, waren wir doch alle recht froh, weil mittlerweilen der ewige Wald etwas langweilig wurde. Am Gipfel machten wir eine ausgiebige Rast in der Sonne und Klaus und Matthias hatten Gipfelbier für alle mitgenommen (Danke nochmal dafür).
Beim Abstieg sind wir beim Gasthof Gleialm noch auf Bier/Radler/Apfelsaft und Suppe/Kuchen eingekehrt und haben uns dann den restlichen Abstieg mit Eierschwammerl suchen ein wenig kurzweiliger gestaltet. Ziemlich am Ende beschlossen wir noch, den Steibruch zu besichtigt (zugegeben nicht ganz freiwillig), fanden aber doch recht schnell wieder den richtigen Weg. Die Asphaltstraße am Ende zog sich noch ein wenig, aber wir schafften es vor dem Regen zum Auto und kamen trockenen Fußes nach Graz.
Beim Abstieg sind wir beim Gasthof Gleialm noch auf Bier/Radler/Apfelsaft und Suppe/Kuchen eingekehrt und haben uns dann den restlichen Abstieg mit Eierschwammerl suchen ein wenig kurzweiliger gestaltet. Ziemlich am Ende beschlossen wir noch, den Steibruch zu besichtigt (zugegeben nicht ganz freiwillig), fanden aber doch recht schnell wieder den richtigen Weg. Die Asphaltstraße am Ende zog sich noch ein wenig, aber wir schafften es vor dem Regen zum Auto und kamen trockenen Fußes nach Graz.
Sonntag, 8. Juli 2012
Schladminger Tauern
Dieses Wochenende war es wieder so weit, unser alljährliches Wanderwochenende stand auf dem Programm. Leider wurde Corinas Bänderverletzung vom letzten Winter wieder akkuter und unsers fleußige Organisatorin konnte selber nicht mitkommen.
An dieser Stelle möchte ich dir (Corina) fürs Organisieren herzlich Danken und wünsche dir eine rasche Genesung. Du hast uns allen gefehlt.
Klaus und ich fuhren am Donnerstag um 4:30 aus Graz weg und starteten um 7:15 vom Parkplatz beim Gasthaus Riesachfall Richtung Hochwildstelle. Karin, Verena und Claudia hatten bereits am Vorabend auf der Preintalerhütte übernachtet und wir wollten uns bei der Weggabelung, wo beide Wege zusammenkommen, treffen. Leider übersah ich eine Abzweigung und wir stiegen auch über die Preintalerhütte zur Hochwildstelle. Naja, machte nicht viel aus, die Mädls mussten halt eine Viertelstunde auf uns warten. Wir stiegen dann gemeinsam zur Hochwildstelle über den Nordanstieg. Am Gipfel machte das Wetter bereits einen sehr instabilen Eindruck und wir sputeten uns, um über den Südgrat zurück zur Preintalerhütte möglichst trocken zu kommen. Im Trattenkar erwischte und das Gewitter mit leichtem Regen, Hagel und Blitzen. Allzulange dauerte es aber nicht und als wir bei der Preintalerhütte ankamen, war die Kleidung schon fast wieder trocken. Der Abend bot wieder Schönwetter und wir konnten auf der Terrasse in Sonnenschein sitzen. Am Abend kamen die restlichen Wandersmädls und -burschen an (Hans, Gotti, Josef, Kerstin, Johanna, Thomas und Dave).
Am Freitag waren Klafferkessel und Greifenberg angesagt. Hans und ich gingen in der Früh noch ein wenig bouldern und brauchten dann fast bis zur Klafferscharte, bis wir die anderen wieder eingeholt hatten.
Der Klafferkessel selbst mit seinen vielen kleinen und mittelgroßen Seen war landschaftlich höchst beeindruckend und Hans und ich konnten beim Oberen Klaffersee nicht widerstehen, uns kurz abzukühlen. Am Greifenberg suchten wir uns ein windstilles Plätzchen unterhalb des Gipfels und genossen unsere Jause. Allzu lange dauerte die Pause aber nicht, da bereits wieder Gewitterwolken im Anmarsch waren. Wir kamen beinaher im trockenen zur Gollinghütte, lediglich ein paar Tropfen erwischten uns.
Am Samstag planten Hans, Gotti und ich den Hochgolling Ostgrat zu besteigen. Es kam dann aber alles anders. Der Aufstieg zum Rottor (Einstieg zum Ostgrat) gestaltete sich etwas schwieriger als geplant. Anstelle des erhofften leichten Schrofenzusteigs erwarteten uns sieben Seillängen in teilweise grasigen, mosig nassen, brüchigen aber auch hin und wieder kompakten, trockenen Fels (Schwierigkeit ca. II-III). Da es immer wieder rutschig und brüchig war, sicherten wir uns den ganzen Weg zum Rottor hinauf und kamen erst gegen 11:00 dort an. Da das Wetter nicht allzu stabil vorausgesagt war, beschlossen wir, statt auf den Hochgolling zu gehen, den Grat in die andere Richtung zu verfolgen. Über weite Strecken war der Grat in diese Richtung Gehgelände mit vereinzelten leichten Kletterpassagen. Als der Grat schwieriger wurde, beschlossen wir ihn auszuqueren und stiegen über einen feuchten Kamin in ein Schotterfeld ab, welches uns über einen weiteren Gegenanstieg zum Greifenbergsattel brachte. Ich eilte zur Gollinghütte voraus, um den anderen unnötige Sorgen zu ersparen (die Tour dauerte mittlerweilen doch schon deutlich länger als geplant) und kurz darauf kamen auch Hans und Gotti bei der Gollinghütte an. Auch wenn die Tour selbst kaum schöne Kletterei geboten hatte und ich von einer Wiederholen abraten würde, war es doch interessant, ein wenig Erstbegeherluft zu schnuppern (in der gesamten Wand fanden wir nur einen geschlagenen Haken, und den hab ich auch übersehen).
Am Sonntag stiegen wir nur noch von der Gollinghütte zum Parkplatz ab. Die angeschriebenen zwei Stunden konnten wir deutlich unterbieten und Kerstin und Josef fanden beim Abstieg sogar noch ein paar Eierschwammerl.
Insgesamt war das Wochenende voll und ganz gelungen. Das Wetter war großteil super und landschaftlich ist die Gegend mit ihren unmengen an Bergseen sowieso wunderschön. Ich freu mich jetzt schon auf unser alljährliches Wanderwochenende 2013.
An dieser Stelle möchte ich dir (Corina) fürs Organisieren herzlich Danken und wünsche dir eine rasche Genesung. Du hast uns allen gefehlt.
Klaus und ich fuhren am Donnerstag um 4:30 aus Graz weg und starteten um 7:15 vom Parkplatz beim Gasthaus Riesachfall Richtung Hochwildstelle. Karin, Verena und Claudia hatten bereits am Vorabend auf der Preintalerhütte übernachtet und wir wollten uns bei der Weggabelung, wo beide Wege zusammenkommen, treffen. Leider übersah ich eine Abzweigung und wir stiegen auch über die Preintalerhütte zur Hochwildstelle. Naja, machte nicht viel aus, die Mädls mussten halt eine Viertelstunde auf uns warten. Wir stiegen dann gemeinsam zur Hochwildstelle über den Nordanstieg. Am Gipfel machte das Wetter bereits einen sehr instabilen Eindruck und wir sputeten uns, um über den Südgrat zurück zur Preintalerhütte möglichst trocken zu kommen. Im Trattenkar erwischte und das Gewitter mit leichtem Regen, Hagel und Blitzen. Allzulange dauerte es aber nicht und als wir bei der Preintalerhütte ankamen, war die Kleidung schon fast wieder trocken. Der Abend bot wieder Schönwetter und wir konnten auf der Terrasse in Sonnenschein sitzen. Am Abend kamen die restlichen Wandersmädls und -burschen an (Hans, Gotti, Josef, Kerstin, Johanna, Thomas und Dave).
Am Freitag waren Klafferkessel und Greifenberg angesagt. Hans und ich gingen in der Früh noch ein wenig bouldern und brauchten dann fast bis zur Klafferscharte, bis wir die anderen wieder eingeholt hatten.
Der Klafferkessel selbst mit seinen vielen kleinen und mittelgroßen Seen war landschaftlich höchst beeindruckend und Hans und ich konnten beim Oberen Klaffersee nicht widerstehen, uns kurz abzukühlen. Am Greifenberg suchten wir uns ein windstilles Plätzchen unterhalb des Gipfels und genossen unsere Jause. Allzu lange dauerte die Pause aber nicht, da bereits wieder Gewitterwolken im Anmarsch waren. Wir kamen beinaher im trockenen zur Gollinghütte, lediglich ein paar Tropfen erwischten uns.
Am Samstag planten Hans, Gotti und ich den Hochgolling Ostgrat zu besteigen. Es kam dann aber alles anders. Der Aufstieg zum Rottor (Einstieg zum Ostgrat) gestaltete sich etwas schwieriger als geplant. Anstelle des erhofften leichten Schrofenzusteigs erwarteten uns sieben Seillängen in teilweise grasigen, mosig nassen, brüchigen aber auch hin und wieder kompakten, trockenen Fels (Schwierigkeit ca. II-III). Da es immer wieder rutschig und brüchig war, sicherten wir uns den ganzen Weg zum Rottor hinauf und kamen erst gegen 11:00 dort an. Da das Wetter nicht allzu stabil vorausgesagt war, beschlossen wir, statt auf den Hochgolling zu gehen, den Grat in die andere Richtung zu verfolgen. Über weite Strecken war der Grat in diese Richtung Gehgelände mit vereinzelten leichten Kletterpassagen. Als der Grat schwieriger wurde, beschlossen wir ihn auszuqueren und stiegen über einen feuchten Kamin in ein Schotterfeld ab, welches uns über einen weiteren Gegenanstieg zum Greifenbergsattel brachte. Ich eilte zur Gollinghütte voraus, um den anderen unnötige Sorgen zu ersparen (die Tour dauerte mittlerweilen doch schon deutlich länger als geplant) und kurz darauf kamen auch Hans und Gotti bei der Gollinghütte an. Auch wenn die Tour selbst kaum schöne Kletterei geboten hatte und ich von einer Wiederholen abraten würde, war es doch interessant, ein wenig Erstbegeherluft zu schnuppern (in der gesamten Wand fanden wir nur einen geschlagenen Haken, und den hab ich auch übersehen).
Am Sonntag stiegen wir nur noch von der Gollinghütte zum Parkplatz ab. Die angeschriebenen zwei Stunden konnten wir deutlich unterbieten und Kerstin und Josef fanden beim Abstieg sogar noch ein paar Eierschwammerl.
Insgesamt war das Wochenende voll und ganz gelungen. Das Wetter war großteil super und landschaftlich ist die Gegend mit ihren unmengen an Bergseen sowieso wunderschön. Ich freu mich jetzt schon auf unser alljährliches Wanderwochenende 2013.
Standort:
Klafferkessel, 8971, Österreich
Sonntag, 1. Juli 2012
Waidhofnerweg
Heiß war es für heute angesagt, also war in aller früh eine Flucht in die Berge angesagt. Um genauer zu sein sind Melanie und ich den Waidhofnerweg im Admonter Kalbling gegangen. Trotz des frühen Starts um halb Sieben von der Oberst Klinke Hütte kamen wir beim Zustieg ordentlich ins schwitzen. Beim Einstieg angelangt hüllte sich die Südwand in ein zartes Wolkenkleid. Dadurch war es so angenehm kühl, dass wir unsere Westen anzogen. Die ersten Seillängen warteten mit schöner Kletterei auf. Leider lag aber auf den Absätzen oft relativ viel Schutt, wodurch es nicht vermeidbar war, dass hin und wieder ein paar Steine hinunterflogen. Weiter oben lag glücklicherweise weniger Schutt. Die Sonne setzte sich mehr und mehr durch und ab dem (nicht vorhandenen) Wandbuch kletterten wir wieder im T-Shirt.
Die Temperaturen blieben aber trotz der Sonneneinstrahlung erträglich. Bei der Jause am Ausstieg hatte es angenehme 19°C und der Wind pfiff über den Grat. Beim Abstieg wurde es nach und nach wärmer und wir kamen noch mal ins schwitzen.
Insgesamt ist uns die Rechnung mit dem in die Höhe vor der Hitze flüchten hervorragend aufgegangen und wir haben zusätzlich eine wundervolle Tour genossen.
Die Temperaturen blieben aber trotz der Sonneneinstrahlung erträglich. Bei der Jause am Ausstieg hatte es angenehme 19°C und der Wind pfiff über den Grat. Beim Abstieg wurde es nach und nach wärmer und wir kamen noch mal ins schwitzen.
Insgesamt ist uns die Rechnung mit dem in die Höhe vor der Hitze flüchten hervorragend aufgegangen und wir haben zusätzlich eine wundervolle Tour genossen.
Labels:
Klettern
Standort:
Krumau 92, 8911 Krumau, Österreich
Freitag, 22. Juni 2012
Hochlantsch
Ab dem späten Vormittag wurde heute Schönwetter prognostiziert, und zuerst sollte es im Osten schöner werden. Also nichts wie auf zum Hochlantsch. Melanie war beim hinfahren noch nicht ganz überzeugt, dass wir wirklich ins Trockene kommen und auch ich hatte schon die Befürchtung, dass uns zu Beginn ein wenig Regen begrüßen würde. Aber ca. fünf Minuten bevor wir mit dem Auto bei der Teichalm ankamen, hörte es auf zu regnen. Die Aufstiegsroute wählten wir entlang des Mixnitzbaches und über Schüsserlbrunn zum Gipfel. Durch dem Regen leuchteten die Wiesen und Bäume wieder in einem saftigen Grün. Kurz vor dem Gasthof Steirischer Jokl beobachtete uns ein Eichhörnchen mit weißem Bauch und weiter oben entdeckten wir auch noch ein paar Steinböcke.
Wärend der Tour wurde das Wetter wie angekündigt immer schöner und ein wenig unterhalb des Gipfel fanden wir ein windstilles Plätzchen, wo uns sogar die meiste Zeit die Sonne anlachte. Nach einer ausgiebigen Stärkung nahmen wir den direkten Abstieg zur Teichalm zurück. Mittlerweilen waren die Wolken der Sonne großteils gewichen und es wurde wärmer. Somit haben wir es vom Timing her ideal erwischt, beim Aufstieg hatte gerade der Regen aufgehört und es war noch wunderbar kühl, am Gipfel wärmte uns die Sonne und beim Abstieg hielt der feuchte Wald die Temperatur noch in einem sehr angenehmen Bereich.
Wärend der Tour wurde das Wetter wie angekündigt immer schöner und ein wenig unterhalb des Gipfel fanden wir ein windstilles Plätzchen, wo uns sogar die meiste Zeit die Sonne anlachte. Nach einer ausgiebigen Stärkung nahmen wir den direkten Abstieg zur Teichalm zurück. Mittlerweilen waren die Wolken der Sonne großteils gewichen und es wurde wärmer. Somit haben wir es vom Timing her ideal erwischt, beim Aufstieg hatte gerade der Regen aufgehört und es war noch wunderbar kühl, am Gipfel wärmte uns die Sonne und beim Abstieg hielt der feuchte Wald die Temperatur noch in einem sehr angenehmen Bereich.
Sonntag, 10. Juni 2012
Paklenica
Schon wieder? Natürlich, wieso nicht! Auch an diesem verlängerten Wochenende sind wir wieder nach Paklenica gefahren. Diesmal allerdings nur zu viert. Programm war auch wieder ziemlich ähnlich. Am Donnerstag Mittag kamen wir an und gingen noch ein wenig Sportklettern.
Freitag gingen Alex und ich die Route Zenit im Anića Kuk. Um der Sonne zu entgehen, standen wir bereits um 5:30 auf. Die Tour selbst war traumhaft schön und mit Abstand die härteste Mehrseillänge meiner bisherigen Kletterkarriere. Zu Beginn startet die Tour mit einer interessanten Reibungsplatte. Im Anschluss kamen viele Seilmeter in steiler, anhaltend anspurchsvoller Kletterei. Die Schlüsselpassage wartete mit einer genialen, direkten Linie durch leicht überhängenden, versinterten Fels auf. Die letzten drei Seillängen waren auch noch relativ anstrengend und ich merkte nach jeder Länge, wie mir langsam aber sicher die Energie ausging. In der letzten Seillänge musste ich noch mal all meine verbliebenen Kraftreserven aufbringen, um den mittlerweilen spannungslosen Körper hinauf zu wuchten. Die Erschöpfung reichte bereits so weit, dass ich A0 gehen musste. Alex war die Erleichterung am Gipfel auch anzusehen.
Zusammengefasst ist die Zenit eine wunderschöne aber durchgehend anstrengende Route im zentralen Teil des Anića Kuk.Die Erschöpfung vom Vortag konnten Alex und ich am Samstag nicht verleugnen. Alex ging mit Eva wandern und ich war auch froh, dass Andi und ich keine allzu schwere Route vor hatten. Da Andi T-Bloc's dabei hatte, schlug ich vor, ein wenig simultan Klettern zu üben und wir gingen die Route D.Brahm am Anića Kuk. Gleich zu Beginn liefen wir auf zwei Leobner auf, die uns leider ein wenig einbremsten. Die Schlüsselseillänge bildete ein etwas unangenehmer Kamin. Die restlichen Lägen waren wesentlich leichter und wir kamen zügig voran. Nachdem wir relativ rasch wieder zurück waren, konnte mich Andi noch zu einer weiteren kurze Tour am Mali Ćuk motivieren. Auch hier gingen wir teilweise Simultan und liefen wieder auf eine andere Seilschaft auf, diesmal waren es Slowenen.
Heute gingen Andi und ich noch eine kurze Mehrseillänge am Stup. Gegen Mittag waren wir wieder zurück. Daher hatten wir noch Zeit zu jausnen und baden zu gehen bevor wir nach Hause fuhren. Bis auf ca. eineinhalb Stunden zeitverlust an der kroatischen Grenze kamen wir bei der Heimreise gut voran.
Freitag gingen Alex und ich die Route Zenit im Anića Kuk. Um der Sonne zu entgehen, standen wir bereits um 5:30 auf. Die Tour selbst war traumhaft schön und mit Abstand die härteste Mehrseillänge meiner bisherigen Kletterkarriere. Zu Beginn startet die Tour mit einer interessanten Reibungsplatte. Im Anschluss kamen viele Seilmeter in steiler, anhaltend anspurchsvoller Kletterei. Die Schlüsselpassage wartete mit einer genialen, direkten Linie durch leicht überhängenden, versinterten Fels auf. Die letzten drei Seillängen waren auch noch relativ anstrengend und ich merkte nach jeder Länge, wie mir langsam aber sicher die Energie ausging. In der letzten Seillänge musste ich noch mal all meine verbliebenen Kraftreserven aufbringen, um den mittlerweilen spannungslosen Körper hinauf zu wuchten. Die Erschöpfung reichte bereits so weit, dass ich A0 gehen musste. Alex war die Erleichterung am Gipfel auch anzusehen.
Zusammengefasst ist die Zenit eine wunderschöne aber durchgehend anstrengende Route im zentralen Teil des Anića Kuk.Die Erschöpfung vom Vortag konnten Alex und ich am Samstag nicht verleugnen. Alex ging mit Eva wandern und ich war auch froh, dass Andi und ich keine allzu schwere Route vor hatten. Da Andi T-Bloc's dabei hatte, schlug ich vor, ein wenig simultan Klettern zu üben und wir gingen die Route D.Brahm am Anića Kuk. Gleich zu Beginn liefen wir auf zwei Leobner auf, die uns leider ein wenig einbremsten. Die Schlüsselseillänge bildete ein etwas unangenehmer Kamin. Die restlichen Lägen waren wesentlich leichter und wir kamen zügig voran. Nachdem wir relativ rasch wieder zurück waren, konnte mich Andi noch zu einer weiteren kurze Tour am Mali Ćuk motivieren. Auch hier gingen wir teilweise Simultan und liefen wieder auf eine andere Seilschaft auf, diesmal waren es Slowenen.
Heute gingen Andi und ich noch eine kurze Mehrseillänge am Stup. Gegen Mittag waren wir wieder zurück. Daher hatten wir noch Zeit zu jausnen und baden zu gehen bevor wir nach Hause fuhren. Bis auf ca. eineinhalb Stunden zeitverlust an der kroatischen Grenze kamen wir bei der Heimreise gut voran.
Dienstag, 29. Mai 2012
Paklenica
Was hat man zu Pfingsten besseres zu tun als auf Kurzurlaub zu fahren? Nichts! Das haben wir uns zumindest gedacht und sind zu neunt nach Paklenica auf Klettertrainingslager gefahren. Am Samstag in der früh wurde alles eingeladen in die Autos und wir kammen gegen Mittag am Campingplatz an. Nachdem der Platz bezogen war sind wir noch zum Sportklettern in die Schlucht hinauf gefahren.
Das Sportklettergebiet ist ja ganz ok, aber eigentlich fährt man nach Paklenica um Mehrseillängen Touren zu gehen. Also stiegen Peter und ich am nächsten Tag in die Route Albatros am Anića Kuk ein. Die Schlüsselseillänge ist gleich zu Beginn: ein links aufwärts führender Riss. Nach dieser tollen Länge folgten einige leichtere, genussvolle Klettermeter bis zum Gipfel. Den Ausstieg haben wir nicht ganz original getroffen, unsere Alternative war aber auch ganz nett.
Am Montag stiegen wir zu dritt (mit Klaus und Jan) in die Big Wall Speed Climbing Route am Debeli Kuk ein. Ich durfte führen und wir kammen die von den Schwierigkeiten her äußerst homogene Tour gut voran. Vor der Schlüsselstelle noch mal ins Staubbeutelchen gegriffen und da gelang es mir doch tatsächlich, die Route rotpunkt durchzusteigen. Der Seilschaftsablauf funktionierte auch wie am Schnürchen, obwohl wir Drei das erste Mal zusammen kletterten. Am Ausstieg angekommen waren wir dann doch froh, dass die Route ein Ende fand, da die scharfen Strukturen des Felsens bereits Spuren in den Fingern hinterlassen haben.
Wieder am Talboden angekommen gingen Andi und ich nach einer kurzen Jause noch eine leichtere Tour am Debeli Kuk. Auch hier lief alles reibungslos und der wundervolle Tag wurde dadurch noch mal abgerundet.
Am Dienstag versuchten Melanie, Andi und ich noch eine kürzere, leichtere Route im Stup (ein südwestlicher Pfeiler des Anića Kuk). Leider hatte sich Melanie am Samstag das rechten Knie ein wenig beleidigt und in der zweiten Seillänge wurde die Verletzung wieder akkuter. Mit Halbseilen alles kein Problem, wir seilten uns einfach wieder ab. Nach einer leckeren Jause brachte uns Peter wieder gut nach Graz zurück.
Das Sportklettergebiet ist ja ganz ok, aber eigentlich fährt man nach Paklenica um Mehrseillängen Touren zu gehen. Also stiegen Peter und ich am nächsten Tag in die Route Albatros am Anića Kuk ein. Die Schlüsselseillänge ist gleich zu Beginn: ein links aufwärts führender Riss. Nach dieser tollen Länge folgten einige leichtere, genussvolle Klettermeter bis zum Gipfel. Den Ausstieg haben wir nicht ganz original getroffen, unsere Alternative war aber auch ganz nett.
Am Montag stiegen wir zu dritt (mit Klaus und Jan) in die Big Wall Speed Climbing Route am Debeli Kuk ein. Ich durfte führen und wir kammen die von den Schwierigkeiten her äußerst homogene Tour gut voran. Vor der Schlüsselstelle noch mal ins Staubbeutelchen gegriffen und da gelang es mir doch tatsächlich, die Route rotpunkt durchzusteigen. Der Seilschaftsablauf funktionierte auch wie am Schnürchen, obwohl wir Drei das erste Mal zusammen kletterten. Am Ausstieg angekommen waren wir dann doch froh, dass die Route ein Ende fand, da die scharfen Strukturen des Felsens bereits Spuren in den Fingern hinterlassen haben.
Wieder am Talboden angekommen gingen Andi und ich nach einer kurzen Jause noch eine leichtere Tour am Debeli Kuk. Auch hier lief alles reibungslos und der wundervolle Tag wurde dadurch noch mal abgerundet.
Am Dienstag versuchten Melanie, Andi und ich noch eine kürzere, leichtere Route im Stup (ein südwestlicher Pfeiler des Anića Kuk). Leider hatte sich Melanie am Samstag das rechten Knie ein wenig beleidigt und in der zweiten Seillänge wurde die Verletzung wieder akkuter. Mit Halbseilen alles kein Problem, wir seilten uns einfach wieder ab. Nach einer leckeren Jause brachte uns Peter wieder gut nach Graz zurück.
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