Da ich heute leider nicht allzu fit war, nutzten wir das traumhafte Herbstwetter für eine gemütliche Runde. Über die Mautstraße war die Auffahrt zur Hinterhornalm gar nicht anstrengend und von dort hatten wir bereits einen schönen Ausblick auf das Inntal. In der angenehm wärmenden Herbstsonne ließ es sich gut aushalten und wir stiegen gemütlich den Südhang in Richtung Hundskopf auf. Beim Hundskopf gingen wir nordseitig vorbei und ließen den größten Trubel hinter uns. Ganz einsam war aber auch der Weiterweg nicht, heute war einfach ein viel zu schönes Wanderwetter um nicht in den Bergen zu sein. Auf dem Weg zur Walderkampspitze wurden wir sogar noch zu Passivsportlern. Von hier heroben ließ sich die Rad-WM nämlich hervorragend beobachten. Ob unsere Anfeuerungsrufe bis ins Tal vordrangen, bin ich mir aber nicht ganz sicher. Zumindest hörten wir die Tröten aus dem Tal bis herauf. Auf der Walderkampspitze teilten wir uns einen Apfel mit einer Bergdole, ehe wir uns für den Weiterweg zur Hohen Fürleg entschieden. Die leichte Kraxelei am Grat machte richtig Spaß und bei der Hohen Fürleg angekommen wurden wir sogar mit einem gemütlichen Sonnenbankerl belohnt.
Da mussten wir glatt noch mal die Sonne genießen. Auch der Rückweg war sehr kurzweilig und so standen wir bald vor dem kurzen Gipfelaufbau des Hundskopfes. Am Rückweg ließen wir uns das dritte Gipfelkreuz des Tages nicht entgehen und machten noch eine dritte Sonnentank-Gipfelpause. So schnell der Abstieg zum Hundskopf mir auch vorgekommen war, der restliche Abstieg über den Wanderweg zurück zur Hinterhornalm zog sich noch mal ein wenig.
Der Aufstieg von der Hinterhornalm zum Hundskopf ist zurecht sehr beliebt. Kurzer Aufstieg, von Anfang an sehr aussichtsreich und ein netter, kurzer Klettersteig auf den Gipfel. Wer noch ein wenig mehr machen will und trittsicher unterwegs ist, dem kann ich den Weiterweg über die Walderkampspitze zur Hohen Fürleg sehr empfehlen. Dort findet man noch einiges an netter, abwechslungsreicher Gratkraxelei in aussichtsreicher und etwas einsamerer Landschaft.
Sonntag, 30. September 2018
Hohe Fürleg
Samstag, 15. September 2018
Mittelbergferner
Dass heute der erste Tag war an dem der Schibetrieb wieder losging, wurde Melanie und mir erst klar, als wir mitten in Unmengen an Schifahrern auf die erste Fahrt des Pitztaler Gletscherexpresses warteten. Am verwunderlichsten dabei war, dass erstaunlich viele Schweizer unter den Schifahrern waren. Ich hätte eigentlich vermutet, dass das Pitztal nicht gerade das näheste Gletscherschigebiet ist. Scheinbar lohnt es sich aber selbst bei so langer Anreise, die eine Piste die am Gletscher schon präpariert war hinunter zu wedeln. Meine Hauptaufmerksamkeit in dem Schifahrerhaufen lag jedenfalls darauf, niemand mit den Eisgeräten aufzuspießen. Überraschender Weise war ich damit tatsächlich erfolgreich. In dem Gedränge war gelegentlich doch der Wunsch da, darauf weniger zu achten. Bei der Bergstation ließen wir bald die Menschenmassen hinter uns und gingen Richtung Mittelbergjoch. Eine bestechende Tagesform hatten wir leider nicht, daher beratschlagten wir am Joch den Schlachtplan für heute noch mal. Schlussendlich entschieden wir uns dafür, uns eine schöne Gletscherspalte zum Eisklettern zu suchen. Also stiegen wir wieder über den Mittelbergferner hinab. Die Gletscherbäche hatten ganze Arbeit geleistet und teils beeindruckend schöne Eisschluchten gegraben.
Allzu spaltig war es hier offensichtlich nicht, da wirklich viel Wasser oberflächlich abfloss. Eigentlich waren wir auf der Suche nach der Pitztaler Eisarena. Sie zu finden war uns aber nicht vergönnt und so vergnügten wir uns nach einem ausgedehnten Gletscherspaziergang in einer netten Spalte in der Nähe des Weges zur Braunschweigerhütte. Beim Rückweg zum Gletscherexpress konnten wir vermuten, wo die Eisarena gewesen wäre. Allzu einladend wirkte sie aber um diese Jahreszeit nicht gerade. Vielleicht täuschte das aber auch aus der Entfernung.
Auch wenn die Gegend direkt um die Bergstation des Gletscherexpresses sehr trostlos nach Baustelle aussieht, so ist man doch bald in schöner Gletscherlandschaft und kann gut und einfach zugänglich Gletschererfahrung sammeln.
Allzu spaltig war es hier offensichtlich nicht, da wirklich viel Wasser oberflächlich abfloss. Eigentlich waren wir auf der Suche nach der Pitztaler Eisarena. Sie zu finden war uns aber nicht vergönnt und so vergnügten wir uns nach einem ausgedehnten Gletscherspaziergang in einer netten Spalte in der Nähe des Weges zur Braunschweigerhütte. Beim Rückweg zum Gletscherexpress konnten wir vermuten, wo die Eisarena gewesen wäre. Allzu einladend wirkte sie aber um diese Jahreszeit nicht gerade. Vielleicht täuschte das aber auch aus der Entfernung.
Auch wenn die Gegend direkt um die Bergstation des Gletscherexpresses sehr trostlos nach Baustelle aussieht, so ist man doch bald in schöner Gletscherlandschaft und kann gut und einfach zugänglich Gletschererfahrung sammeln.
Sonntag, 2. September 2018
Müllerhütte
Dieses Wochenende stand mal wieder ein bisschen Höhenluft schnuppern am Plan. Ins Stubaital fuhren Melanie und ich am Samstag und parkten bei der Bushaltestelle Sulzenauhütte knapp über der Grabaalm. Dort wurden wir von leichtem Regen begrüßt, der uns auf dem Weg zur Sulzenauhütte noch eine Zeit lang begleitete. Wirklich viel Regen war es aber nicht, da hatten unsere Regenjacken kein Problem damit uns trocken zu halten. Mit dem schweren Rucksäcken waren wir zwar nicht gerade schnell unterwegs, auf dem Lübecker Weg tauchten wir aber in einen guten Bewegungsfluss und kamen der Schneegrenze immer näher. Die 20 cm Neuschnee von der letzten Nacht schufen einen landschaftlich beeindruckenden Kontrast. Im verschneiten Blockgelände wurde das gehen etwas mühsamer, weshalb wir bald auf den Gletscher wechselten. Die Sicht war zwar nicht gerade gut, am orographisch rechten Rand des Gletschers konnten wir aber problemlos in die Lübecker Scharte finden. Kurz unterhalb der Scharte machten wir im Windschatten noch mal Tee und Jausen-Pause. Wirklich windig war es aber angenehmer Weise auch am Grat nicht. Der Neuschnee jedoch machte den Teils recht ausgesetzten Grat etwas unangenehm rutschig. Da war es uns sehr recht, dass er immer wieder mit Stahlseilen versichert war. Langsam kamen wir voran, viel langsamer als ich es mir gedacht hätte. Als wir auf den Grat zum Wilden Freiger trafen, entschieden wir uns dafür, über den Gipfel zur Müllerhütte abzusteigen, da ich in der gegebenen Situation den Weg als sicherer und schneller einschätzte im Vergleich zu dem vermeindlich kürzeren Direktabstieg über Grat und Gletscher nach unten. Am Gipfel des Wilden Freiger telefonierten wir kurz mit der Müllerhütte, um bescheid zu geben, dass wir uns ordentlich verspäten werden. Ob die Entscheidung über den Gipfel zu gehen die richtige war, da bin ich mir im nachhinein nicht mehr so sicher. Auch der Abstieg über den Signalgipfel und den Grat in Richtung Becherhaus zog sich noch mal ordentlich. Sobald es sich anbot, wechselten wir vom Grat auf den Gletscher und machten schneller Höhenmeter abwärts. Nach einer kleinen Extrarunde im Spaltengewirr waren wir froh als wir endlich die roten Stempen fanden, die uns zur Müllerhütte führten. Mühsam schnaufte ich den letzten Anstieg zur Müllerhütte hinauf und war froh, dass Melanie sogar noch so fit war um mich am Seil ein wenig mit hinauf zu ziehen. Auf der Hütte wurden wir herzlich begrüßt von den Wirtsleuten, dem Hüttenhund und den beiden anderen Bergsteigern, die auf der Hütte nächtigten und bekamen trotz der späten Stunde in der gemütlichen, warmen Stube noch ein unvorstellbar leckeres dreigängiges 5-Sterne Menü gezaubert.
Das Frühstück am nächsten Morgen schmeckte ebenfalls köstlich und so verließen wir die absolut sympatische Müllerhütte gut gestärkt. Da mein Körper vom Vortag spürbar müde war und das Wetter deutlich schlechter war als angesagt, entschieden wir uns für den einfachsten und kürzesten Abstieg zum Auto. Über den Signalgipfel und die Seescharte wollten wir zurück zur Sulzenauhütte und ins Tal. Hinauf zum Signalgipfel nahmen wir diesmal den unteren Teil des Grates auch mit und kamen zwar nicht besonders schnell aber problemlos hinauf zum Signalgipfel. Dort seilten wir im Windschatten des verfallenen Zollhauses an und stapften den Gletscher entlang der rot markierten Stempen abwärts. Davon, dass es heute Vormittag eigentlich sonnig hätte sein sollen, bemerkten wir nichts. Im Graupelschauer hangelten wir uns von Stempen zu Stempen bis wir schließlich keinen nächsten Stempen mehr erspähten. Wir suchten die ganze Gletscherhochfläche unterhalb des letzten Stempens ab bis wir das ersehnte Nadelöhr fanden, den Einstieg in den Grat der uns zur Seescharte führen sollte. Ab jetzt waren wir wieder auf Spur und obwohl wir den unter Schnee versteckten Abstiegsweg immer wieder mal verloren, kamen wir im Grunde gut abwärts. Das schneebedeckte Blockgelände ließ uns aber nur mühsam und langsam voran kommen. Dafür wurden wir mit dem einen oder anderen Wolkenfenster belohnt. Nach der Seescharte wurde der Schnee immer weniger und der Weg war immer deutlicher zu erkennen. Auch die Landschaft wurde immer beeindruckender und wir machten oberhalb des Grünausees noch eine atemberaubend aussichtsreiche Jausenpause. Die saftig grünen sonnenbeschienenen Wiesen, der schwarze Fels, die angezuckerten Bergspitzen und eine Nebelhexe die aus dem Tal herauf zog. An einem derart schönen Anblick durfte ich mich erst selten erfreuen. Der restliche Abstieg war zwar nur mehr formsache, aber lang war er trotzdem noch. Da waren die müden Gelenke heilfroh, als sie im Autositz entlastet wurden.
Auch wennn nicht alles wie geplant gelaufen ist war diese Tour doch jeden einzelnen blauen Fleck durch Abrutscher im schneebedeckten Blockgelände wert. Dennoch hat sie mir mal wieder gezeigt, dass das Wetter und die Bedingungen einem ganz schnell einen Strich durch die Rechnung ziehen können. Selbst ein mit Stempen markierter Gletscherpfad kann bei dichtem Nebel schwer zu finden sein. Eines der Highlights der Tour war jedenfalls die Müllerhütte. Nicht nur die gemütliche Hütte und die freundlichen Wirtsleute, sondern auch das köstliche Essen haben voll und ganz überzeugt - definitiv empfehlenswert.
Das Frühstück am nächsten Morgen schmeckte ebenfalls köstlich und so verließen wir die absolut sympatische Müllerhütte gut gestärkt. Da mein Körper vom Vortag spürbar müde war und das Wetter deutlich schlechter war als angesagt, entschieden wir uns für den einfachsten und kürzesten Abstieg zum Auto. Über den Signalgipfel und die Seescharte wollten wir zurück zur Sulzenauhütte und ins Tal. Hinauf zum Signalgipfel nahmen wir diesmal den unteren Teil des Grates auch mit und kamen zwar nicht besonders schnell aber problemlos hinauf zum Signalgipfel. Dort seilten wir im Windschatten des verfallenen Zollhauses an und stapften den Gletscher entlang der rot markierten Stempen abwärts. Davon, dass es heute Vormittag eigentlich sonnig hätte sein sollen, bemerkten wir nichts. Im Graupelschauer hangelten wir uns von Stempen zu Stempen bis wir schließlich keinen nächsten Stempen mehr erspähten. Wir suchten die ganze Gletscherhochfläche unterhalb des letzten Stempens ab bis wir das ersehnte Nadelöhr fanden, den Einstieg in den Grat der uns zur Seescharte führen sollte. Ab jetzt waren wir wieder auf Spur und obwohl wir den unter Schnee versteckten Abstiegsweg immer wieder mal verloren, kamen wir im Grunde gut abwärts. Das schneebedeckte Blockgelände ließ uns aber nur mühsam und langsam voran kommen. Dafür wurden wir mit dem einen oder anderen Wolkenfenster belohnt. Nach der Seescharte wurde der Schnee immer weniger und der Weg war immer deutlicher zu erkennen. Auch die Landschaft wurde immer beeindruckender und wir machten oberhalb des Grünausees noch eine atemberaubend aussichtsreiche Jausenpause. Die saftig grünen sonnenbeschienenen Wiesen, der schwarze Fels, die angezuckerten Bergspitzen und eine Nebelhexe die aus dem Tal herauf zog. An einem derart schönen Anblick durfte ich mich erst selten erfreuen. Der restliche Abstieg war zwar nur mehr formsache, aber lang war er trotzdem noch. Da waren die müden Gelenke heilfroh, als sie im Autositz entlastet wurden.
Auch wennn nicht alles wie geplant gelaufen ist war diese Tour doch jeden einzelnen blauen Fleck durch Abrutscher im schneebedeckten Blockgelände wert. Dennoch hat sie mir mal wieder gezeigt, dass das Wetter und die Bedingungen einem ganz schnell einen Strich durch die Rechnung ziehen können. Selbst ein mit Stempen markierter Gletscherpfad kann bei dichtem Nebel schwer zu finden sein. Eines der Highlights der Tour war jedenfalls die Müllerhütte. Nicht nur die gemütliche Hütte und die freundlichen Wirtsleute, sondern auch das köstliche Essen haben voll und ganz überzeugt - definitiv empfehlenswert.
Sonntag, 19. August 2018
Steinerweg
Ich bin den Steinerweg in der Dachstein Südwand zwar vor ein paar Jahren schon mal gegangen, überreden musste mich Melanie aber definitiv nicht dazu ihn noch mal zu gehen. Schließlich hatte ich diesen großen Klassiker als augesprochen schönen Anstieg in Erinnerung. Ich erinnerte mich aber auch daran, dass er dank seiner Bekanntheit äußerst beliebt ist und oft begangen wird. Da wir am Vorabend ein paar Autoschläfer am Parkplatz der Hunerkogelbahn sahen und um halb vier in der Früh, als wir aufstanden, bereits einige weitere Autos am Parkplatz einfuhren, machte ich mir ziemliche Sorgen, dass die Tour heute völlig überlaufen sein würde. Zu unrecht, denn die Autoschläfer schliefen noch länger und die neu angekommenen Autos gingen alle zur Bahnstation, vermutlich für ein Sonnenaufgangsfrühstück auf der Bergstation. Da hatten wir uns wirklich gut entschieden, den Sonntag zu wählen. Im Steinerweg waren wir heute wirklich die Einzigen. Mit einem derartigen Glück hatte ich wirklich nicht gerechnet. Nach einem kleinen Umweg war der Zustieg bald hinter uns und auch das Einstiegsschneefeld war mit Steigeisen keine Hürde. Nur die Finger wurden etwas kalt im harten Schnee, da hätte wohl ein Stecken doch nicht geschadet. Egal, bald waren die Finger wieder warm und ich durfte in die Tour starten. Simultan ging es die ersten paar Seillängen hinauf. Der kompakte Fels und eine schöne Verschneidung machten Lust auf mehr. Melanie übernahm die Führung und, nachdem der 'linke Riss' etwas gesucht und auch gefunden wurde, sprintete sie bis zum Ende des Plattendaches. Nun übernahm ich wieder und machte den nächsten Stand am Ende des Salzburgerbandes, ein sehr fotogenes Plätzchen. Die Reibung war beim Simulatanklettern großteils kein Problem. Dadurch dass wir die Halbseile auf 40 Meter gekürzt hatten und die Linie kaum starke Knicke machte, liefen die Seile mit entsprechender Halbseiltechnik gut durch und ungefähr bei jedem Stand kam ein T-Bloc zum Einsatz. Obwohl wir nun schon die Hälfte der Seillängen unter uns hatten, hatten wir bei weitem noch nicht die Hälfte der Tour geschafft. Das Herzstück des Steinerweges wartete auf den nächsten acht Seillängen auf uns. Eine herrliche Verschneidungsrampe führte uns zu ein wenig Wandkletterei mit anschließendem herrlichen Riss bevor wieder Verschneidungskletterei, ein interessanter Bogen über rechts und ein leichter Kamin uns zur Schlüsselstelle geleitete. Der berüchtigte Schluchtüberhang fiel mir heute nicht so leicht wie beim letzten Mal. Irgendwie wollte mein Rucksack nicht in den Schlurf hineinpassen und ich musste außen herum. Im Endeffekt löste es sich so aber auch gut auf und wir durften noch ein paar schöne Seillängen zum Abschluss genießen.
Am Stahlseil des Westgrat Klettersteiges angekommen, gönnten wir uns in der Sonne eine gemütliche Jausenpause ehe wir über den Gipfel und den Schluterklettersteig zur Ratrack Spur Richtung Hunerkogel Bergstation abstiegen. Gemütlich ließen wir uns von der Gondel zum Parkplatz zurück bringen und so erreichte ich meinen Zug in Bischofshofen noch rechtzeitig.
Der Steinerweg in der Dachstein Südwand ist immer wieder wert gegangen zu werden. Die herrliche und ziemlich homogene Kletterei im vierten Grad macht richtig Spaß und das Ambiente ist sowieso einwandfrei. Als kleinen Tipp könnte ich vielleicht noch anbringen, dass an einem schönen Wochenende am Samstag definitiv mehr los ist als am Sonntag.
Am Stahlseil des Westgrat Klettersteiges angekommen, gönnten wir uns in der Sonne eine gemütliche Jausenpause ehe wir über den Gipfel und den Schluterklettersteig zur Ratrack Spur Richtung Hunerkogel Bergstation abstiegen. Gemütlich ließen wir uns von der Gondel zum Parkplatz zurück bringen und so erreichte ich meinen Zug in Bischofshofen noch rechtzeitig.
Der Steinerweg in der Dachstein Südwand ist immer wieder wert gegangen zu werden. Die herrliche und ziemlich homogene Kletterei im vierten Grad macht richtig Spaß und das Ambiente ist sowieso einwandfrei. Als kleinen Tipp könnte ich vielleicht noch anbringen, dass an einem schönen Wochenende am Samstag definitiv mehr los ist als am Sonntag.
Labels:
Klettern
Standort:
Winkl 18, 4831, Austria
Dienstag, 14. August 2018
Nostalgija
Nachdem wir die ersten drei Seillängen bereits am Sonntag ausgekundschaftet hatte, uns aber wegen aufkommenden Schulterproblemen gegen ein Weiterklettern entschieden und abgeseilt hatten, versuchten Melanie und ich es heute erneut. Die fragliche Schulter war gut durchgeknetet worden und machte heute keine Sorgen mehr, die ganze Tour war uns dennoch nicht vergönnt. Doch fangen wir am Anfang an. Beim Zustieg fühlten wir uns heute erstaundlich spritzig. Top Speed hatten wir zwar nicht drauf, aber dafür, dass wir schon den vierten Tag klettern waren in unserem Paklenica Urlaub, ging es wirklich gut. So standen wir bald unter der immer wieder beeindruckend überhängenden Nase des Anića Kuk. Die ausgecheckten Seillängen hatten wir bald unter uns und die Motivation passte. Das Wetter war jedoch etwas fraglich. Beim Einstieg hingen die Gewitterwolken noch schön im Hinterland, mittlerweile blitzte es aber auch über dem Meer. Wir wurden mehr und mehr eingekreist von Gewitterwolken. Egal, zu verlieren hatten wir nichts. Falls uns der Regen erwischen würde könnten wir immer noch abseilen. Also ging es weiter über eine schöne, steile und mit dem Rucksack überraschend anstrengenden Verschneidung zu einem gemütlichen Stand in einer kleinen Höhle. Auch die anschließende Seillänge gefiel mir gut, doch was sich über unseren Köpfen abspielte gefiel uns nicht mehr.
Da die Gewitterwolken nun über uns waren und es leicht zu tröpfeln begann, beugten wir uns doch dem Wetter und seilten ab. Einen kurzen Guss verbrachten wir im Trockenen, dank der gemütlichen Höhle, und auch sonst wurden wir kaum nass. Schließlich ist der Wandbereich dank seiner Steilheit nicht nur ziemlich Blitzschlag geschützt sondern auch fast regensicher. Aber nur fast, an ein Weiterklettern wäre jetzt nicht mehr zu denken gewesen. Im Gegensatz zu uns waren die Seile scheinbar nicht so geschützt vom Regen gewesen. Dank Wasserkühlung wurde mein Abseilgerät beim letzten Abseiler überhaupt nicht heiß. Eine ungewöhliche aber doch angenehme Situation, wenn man davon absieht, dass der Regen beim Klettern, außer gekühltem Abseilen, keinen Vorteil hat.
Vor einigen Jahren war ich die Tour 'Nostalgica' im Anića Kuk bereits gegangen. Von dieser Begehnung hatte ich sie sehr schön in Erinnerung. Das bewahreitete sich auch in diesem Urlaub - soweit wir eben gekommen waren. Irgendwie hatte ich sie aber gemütlicher in Erinnerung, dieser Eindruck bewahrheitete sich bis zu unserem Umkehrpunkt jedoch nicht, die Bewertungen kamen mir diesmal passen vor.
Da die Gewitterwolken nun über uns waren und es leicht zu tröpfeln begann, beugten wir uns doch dem Wetter und seilten ab. Einen kurzen Guss verbrachten wir im Trockenen, dank der gemütlichen Höhle, und auch sonst wurden wir kaum nass. Schließlich ist der Wandbereich dank seiner Steilheit nicht nur ziemlich Blitzschlag geschützt sondern auch fast regensicher. Aber nur fast, an ein Weiterklettern wäre jetzt nicht mehr zu denken gewesen. Im Gegensatz zu uns waren die Seile scheinbar nicht so geschützt vom Regen gewesen. Dank Wasserkühlung wurde mein Abseilgerät beim letzten Abseiler überhaupt nicht heiß. Eine ungewöhliche aber doch angenehme Situation, wenn man davon absieht, dass der Regen beim Klettern, außer gekühltem Abseilen, keinen Vorteil hat.
Vor einigen Jahren war ich die Tour 'Nostalgica' im Anića Kuk bereits gegangen. Von dieser Begehnung hatte ich sie sehr schön in Erinnerung. Das bewahreitete sich auch in diesem Urlaub - soweit wir eben gekommen waren. Irgendwie hatte ich sie aber gemütlicher in Erinnerung, dieser Eindruck bewahrheitete sich bis zu unserem Umkehrpunkt jedoch nicht, die Bewertungen kamen mir diesmal passen vor.
Samstag, 11. August 2018
Slovenski (Pips)
Oh Paklenica, viel zu lange waren wir schon nicht mehr zu Gast gewesen. Freundlicher Weise wurden Melanie und ich wärmstens empfangen. So Warm, dass mir beim Klettern der Wasserfall aus dem Gesicht sprudelte. In der markanten Südwand des Debeli Kuk war es bereits in der schattigen Früh wirkliche schweißtreibend warm. Nach einer gemütlichen Anfangsseillänge wartete eine sehr schöne, aber nicht geschenkte Verschneidung auf uns. Beim Suchen nach Griffen wurden die Finger und das Gesicht immer nässer, was eher wenig half. Weiter ging es über eine nette Platte in eine weitere interessante Verschneidung und in der darauffolgenden Seillänge kam - schon erraten? - eine Verschneidung. Diesmal hatte sie jedoch ein steiles, etwas abdrängendes Finale. Irgendwie kam Melanie dort wesentlich gemütlicher herauf. Scheinbar war ich mal wieder zu dick. Aber an so einem schweißtreibenden Tag braucht man doch einen Buckelwärmer. Nach der anschließenden Verschneidung erwartete uns noch eine Verschneidung in der vorletzten Seillänge und schließlich - Überraschung - ein steiler Plattenriss mit ein wenig Pfeiler garniert zum Abschluss.
Mittlerweile war die Sonne in der Wand. Wir waren aber früh genug am Ausstieg angekommen, sodass wir zumindest im Stand immer im Schatten gestanden waren. Nach so viel Schatten war es höchste Zeit zum sonnenbrutzeln am Strand. Zuvor war aber noch ein wenig gemurkse beim Abseilen am Programm. Im zweiten Anlauf ließ sich das Seil endlich abziehen und wir hatten noch genug Zeit zum Riesenwassermelone am Strand verputzen.
Die Tour 'Pips' am Debeli Kuk in Paklenica kann ich sehr empfehlen, man sollte sich aber auf einiges an Verschneidungskletterei einstellen. Ganz so extrem wie ich es oben geschrieben habe, ist es aber nicht. Zwischen den Verschneidungen sind immer wieder auch verschneidungsfreie Klettermeter.
Mittlerweile war die Sonne in der Wand. Wir waren aber früh genug am Ausstieg angekommen, sodass wir zumindest im Stand immer im Schatten gestanden waren. Nach so viel Schatten war es höchste Zeit zum sonnenbrutzeln am Strand. Zuvor war aber noch ein wenig gemurkse beim Abseilen am Programm. Im zweiten Anlauf ließ sich das Seil endlich abziehen und wir hatten noch genug Zeit zum Riesenwassermelone am Strand verputzen.
Die Tour 'Pips' am Debeli Kuk in Paklenica kann ich sehr empfehlen, man sollte sich aber auf einiges an Verschneidungskletterei einstellen. Ganz so extrem wie ich es oben geschrieben habe, ist es aber nicht. Zwischen den Verschneidungen sind immer wieder auch verschneidungsfreie Klettermeter.
Sonntag, 29. Juli 2018
La vida es sueno
Allzu viel Zeit hatten wir heute an und für sich nicht. Dennoch war ich absolut begeistert, dass Jakob mindestens ebenso motiviert war wie ich, am Sonntag Nachmittag noch eine Mehrseillänge zu gehen. Diese Motivation ließ uns den Zustieg von Mixnitz ins hintere Brunntal fast hinauf fliegen. Es waren nicht nur die warmen Temperaturen, die mich ordentlich zum Schwitzen brachten. Mit einem anständigen Tempo machte selbst der Zustieg schon richtig Spaß. Wie üblich, wenn ich im Grazer Bergland unterwegs bin, mussten wir auf den letzten paar Minuten vor dem Einstieg ein wenig suchen. Im Grunde habe ich mich im Grazer Bergland aber schon viel schlimmer verlaufen und wir fanden eigentlich eh auf direktem Weg zum Einstieg. Nach einem gemütlichen Start in die Tour leitete uns ein schöner Riss zum ersten Stand. Nach dem eher leichten Beginn der zweiten Seillänge entschied sich Jakob erfreulicher Weise für die rechte Variante. Mit ein wenig piazen und schön steigen löste sich alles wunderbar auf. Die anschließende Plattenkletterei machte definitiv Lust auf mehr und das bekamen wir auch noch geboten. Etwas Vorsicht ist in der dritten Seillänge jedoch geboten, dort wo man den rechten Rand der Platte erreicht ist ein relativ großer Block ziemlich locker. Ansonsten ist aber eigentlich alles sehr kompakt. Die darauf folgende Verschneidungslänge war auch sehr schön und wurde sogleich von der nächsten Seillänge nochmal getoppt. Über eine traumhafte Platte und einen kurzen Wulst ging es ausgesetzt entlang einer Rampe nach links zu einem wunderbar exponierten, aber gemütlichen Stand. Es folgten noch ein paar anregende, knackige Meter ehe sich das Gelände neigte und leichter wurde.
Vor der letzten offiziellen Seillänge nahmen wir das Seil auf und machten uns bereit für den Abstieg. Schließlich waren im Abstieg definitiv schwierigere Kletterpassagen als in der letzte Seillänge. Auch die Abstiegskraxelei ließ sich aber problemlos meistern und bald standen wir wieder beim Einstieg. Dort gab es noch einen Schluck zu trinken und danach liefen wir in Windeseile zurück zum Auto. Gscheit Gas gebn - so mach eine Sonntags-Nachmittags-Tour Spaß.
Die Tour 'La vida es sueno' kann ich auf jeden Fall empfehlen. Schöne, teils ausgesetzte und relativ steile Kletterei in herrlichem Fels bei guter Absicherung, da kann man sich eine schöne Halbtagestour durchaus mal gönnen.
Vor der letzten offiziellen Seillänge nahmen wir das Seil auf und machten uns bereit für den Abstieg. Schließlich waren im Abstieg definitiv schwierigere Kletterpassagen als in der letzte Seillänge. Auch die Abstiegskraxelei ließ sich aber problemlos meistern und bald standen wir wieder beim Einstieg. Dort gab es noch einen Schluck zu trinken und danach liefen wir in Windeseile zurück zum Auto. Gscheit Gas gebn - so mach eine Sonntags-Nachmittags-Tour Spaß.
Die Tour 'La vida es sueno' kann ich auf jeden Fall empfehlen. Schöne, teils ausgesetzte und relativ steile Kletterei in herrlichem Fels bei guter Absicherung, da kann man sich eine schöne Halbtagestour durchaus mal gönnen.
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