Bei dem traumhaften Wetter kann man nicht zuhause sitzen, da muss man einfach raus. Alex und ich waren uns da einig und wir sind nach Kalwang gefahren um aus der Teichen auf den Zeiritzkampel zu gehen. Aufgestiegen sind wir über die Achneralm. Im Ostkar lag einiges an Triebschnee und wir wählten eine lawinensichere Aufstiegsroute über die Südseite des Ostkars auf den Ostkamm. Der Ostkamm entpuppte sich dann mehr und mehr als doch eher schmaler Schneegrat und als er etwas steiler wurde, schnallten wir die Schier ab und stapften den restlichen Weg zum Gipfel.
Wir entschieden, dass es klüger ist, eine Überschreitung zu machen, da einerseits der Weg zum Hinkareck kein schmaler Grat sondern ein breiter Rücken ist und die Südhänge vom Hinkareck abwerts wesentlich lawinensicherer waren als der Osthang wo wir aufgestiegen waren. Nach ein paar schönen Schwüngen im Pulverschnee war leider schon deutlich vor dem Zeiritztörl der Rücken so abgeblasen, dass wir nicht mehr mit den Schiern weiter fahren konnten. Bis knapp unterm Hinkareck trugen wir daher die Schier. Dafür wurden wir beim Schitragen mit einem herrlichen Blich auf die Hochtorgruppe und all die anderen wunderschönen Gesäuseberg belohnt. Das machte das Stapfen kurzweiliger. Die Entscheidung für die Überschreitung war goldrichtig, im Südkar war der Schnee noch kaum gebunden und wir konnten jede Menge Schwünge in super Pulverschnee genießen. Weiter unten wurde der Schnee etwas weniger, aber bis zur Forststraße konnten wir uns mit nahezu keinem Feindkontakt retten.
Die Überschreitung des Zeiritzkampels ist im Hochwinter (sichere Lawinensituation nötig) eine bis zum Gipfel sehr einsame und für schwindelfreie absolut lohnende Schitour, vorausgesetzt man ist ein aufstiegsorientierter Schitourengeher, denn der Rücken zum Zeiritztörl ist vermutlich recht häufig abgeblasen.
Samstag, 29. Dezember 2012
Zeiritzkampel
Mittwoch, 26. Dezember 2012
Spirzinger
Jetzt ist sich im Weihnachtsheimaturlaub doch noch eine Schitour ausgegangen. Mein Vater hat sich meiner erbarmt und hat mich begleitet. Da der Rest der Familie Obertauern schifahren war, haben wir uns entscheiden von der Gnadenalm über die Südwienerhütte auf den Spirzinger zu gehen. Dann konnte mein Vater am Nachmittag noch mit den anderen Schifahren und für mich lag die Tour auch auf dem Heimweg. Gesagt getan. Die Bedingungen waren ok, nach den letzten warmen Tage war es endlich wieder kälter und der Schnee war großteils recht hart und ein wenig eisig. Daher sind wir entlang der Rodelpiste aufgestiegen. Auf halber Strecke fing es an ein wenig zu schneien und bis zur Südwienerhütte waren es noch ein paar mehr Flocken geworden, daher gab es dort eine kurze überdachte Teepause. Nach der Stärkung nahmen wir noch die letzten Höhenmeter auf den Gipfel in Angriff. Dort angekommen war es erstmals etwas windig und daher hielten wir und dort nicht allzu lange auf.
Bei der Abfahrt wurden wir mit Bruchharsch vom Feinsten belohnt, meine Lieblingsbedingungen, da lernt man das Schifahren - oder man gibt es auf ;-). Schlussendlich waren wir dann doch froh, dass wir auf der Rodelstrecke ankamen und diese brachte uns gut wieder zurück zum Auto.
Immerhin ist sich zuhause zumindest noch eine Schitour ausgegangen und für eine Vormittagstour ist der Spirzinger sicher eine gute Wahl.
Bei der Abfahrt wurden wir mit Bruchharsch vom Feinsten belohnt, meine Lieblingsbedingungen, da lernt man das Schifahren - oder man gibt es auf ;-). Schlussendlich waren wir dann doch froh, dass wir auf der Rodelstrecke ankamen und diese brachte uns gut wieder zurück zum Auto.
Immerhin ist sich zuhause zumindest noch eine Schitour ausgegangen und für eine Vormittagstour ist der Spirzinger sicher eine gute Wahl.
Samstag, 15. Dezember 2012
TAC-Spitze
Der Lawinenwarndienst gibt momentan die Lawinenwarnstufe 3 an, da könnte man meinen, dass hin und wieder Schnee zu finden wäre. Drum sind Alex und ich aufgebrochen und wollten uns vom momentanen Schneezustand selbst überzeugen. Ganz vertrauten wir nicht auf den angeblich vorhandenen Schnee, drum planten wir die Tour so, dass wir zumindest teilweise auf Schipisten abfahren könnten, falls nicht genug Schnee wäre. Und wir taten gut daran. In Präbichl angekommen erblickten wir bereits die nahezu schneefreien Hänge ringsum. Auf dem Weg zur Leobner Hütte lag noch am meisten Schnee und daher war der Aufstieg relativ unproblematisch. Ich war heute sehr motiviert und bei der Leobner Hütte schlug ich Alex vor, dass wir doch die geplante Tour auf den Polster noch um einen Zusatzgipfel erweitern könnten. Das Wetter war schöner als erwartet und wir waren fit, drum musste ich Alex nicht lange überreden und wir gingen auf den Hirscheggsattel um uns anzusehen, ob für die TAC-Spitze genug Schnee auf der Westseite lag. Leider lag so gut wie gar kein Schnee dort, aber wir beschlossen trotzdem zufuß Richtung TAC-Spitze zu gehen. Wir bereuten die Entscheidung nicht, es beglückte uns eine traumhafte, winterliche und völlig unberührte Felslandschaft. Lediglich ein paar Gämse trafen wir an. Beim Einstieg zum Klettersteig auf den letzten paar Höhenmetern zur TAC-Spitze mussten wir leider einsehen, dass zu viel Schnee in der Rinne lag und so stapften wir ohne Gipfelschnaps wieder zurück zum Hirscheggsattel. Auf den Polster gingen wir dann wieder mit den Schiern an den Beinen, wäre aber nicht nötig gewesen. Es lagen lediglich 0 bis 2cm Schnee auf dem Rücken der zum Gipfel führte. Am Polster angekommen fing es leicht zu schneien an, Wind stellte sich aber immer noch keiner ein und daher blieb es von den Temperaturen her sehr angenehm.
Nach einer kurzen Stärkung traten wir die Abfahrt an. Wobei zu Beginn das Wort Abfahrt eindeutig die falsche Beschreibung ist. Wir trugen die Schier fast bis zur Bergstation der Polster Quattro Bahn. Spätestens auf der Piste ging es aber flott talwerts. Da haben die Präbichler Bergbahnen und deren Schneekanonen fleißig gearbeitet und eine perfekte Piste hingezaubert. Bis zum Auto hinunter begleiteten uns die immer dicker werdenden Schneeflocken. In Vordernberg war aus dem schönen Schneegestöber leider Regen geworden. Das störte aber im Schwarzen Adler bei der wohlverdienten Suppe nur wenig.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das jetzt Schitour oder Wanderung nennen soll, insgesamt ist die Aufteilung ca. 50:50. Jedenfalls war es ein wunderschöner Tag in einer traumhaften Gegend, insbesondere die winterliche Zauberlandschaft auf die TAC-Spitze ließ mein Bergsteigerherz einen Freudentanz aufführen.
Nach einer kurzen Stärkung traten wir die Abfahrt an. Wobei zu Beginn das Wort Abfahrt eindeutig die falsche Beschreibung ist. Wir trugen die Schier fast bis zur Bergstation der Polster Quattro Bahn. Spätestens auf der Piste ging es aber flott talwerts. Da haben die Präbichler Bergbahnen und deren Schneekanonen fleißig gearbeitet und eine perfekte Piste hingezaubert. Bis zum Auto hinunter begleiteten uns die immer dicker werdenden Schneeflocken. In Vordernberg war aus dem schönen Schneegestöber leider Regen geworden. Das störte aber im Schwarzen Adler bei der wohlverdienten Suppe nur wenig.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das jetzt Schitour oder Wanderung nennen soll, insgesamt ist die Aufteilung ca. 50:50. Jedenfalls war es ein wunderschöner Tag in einer traumhaften Gegend, insbesondere die winterliche Zauberlandschaft auf die TAC-Spitze ließ mein Bergsteigerherz einen Freudentanz aufführen.
Samstag, 8. Dezember 2012
Salzstiegl
Der Schnee ist gekommen juhujuhu. Da konnte mich nichts mehr zurückhalten und die Tourenschi freuten sich auch auf den ersten Schneekontakt der Saison. Da noch nicht allzu viel Schnee gefallen war, beschlossen wir ins Schigebiet Salzstiegl zu fahren. Da die Pistenpräparation dort schon recht fortgeschritten war, mussten wir keinen Bodenkontakt befürchten. Andererseits öffnete das Schigebiet erst am Sonntag und somit waren noch keine Liftler auf den Pisten unterwegs und wir konnten ungestört das Schneetreiben und die traumhafte Winterlandschaft genießen. Ganz besonders freute es mich, dass ich Melanie und Uli bei deren erster Schitour begleiten durfte. Nach den ersten Höhenmetern merkten die Beiden, dass einem beim Schitourengehen auch bei -10°C richtig warm werden kann. Bei den Windrädern oben angekommen war es dann doch recht windig und wir waren froh, dass wir zumindest ein bisschen Windschatten fanden.
Da es durchgehend schneite, hatten wir bei der Abfahrt eine schöne Pulverschneeauflage. Im Mittelteil war ein kurzer Bereich, wo Kunstschnee-Bruchharsch die Abfahrtsbedingungen etwas erschwerte. Durch den fleißigen Einsatz von Schneekanonen war gesichert, dass keiner von uns Bodenkontakt hatte. Ich hoffe, dass ich den beiden Schitourenneulingen die Freude am Schitourengehen vermitteln konnte und dass wir bei unserer nächsten Tour auch ein paar Sonnenstrahlen erwischen. Wobei so eine verschneite Winterlandschaft im Schneegestöber ist schon auch idyllisch.
Da es durchgehend schneite, hatten wir bei der Abfahrt eine schöne Pulverschneeauflage. Im Mittelteil war ein kurzer Bereich, wo Kunstschnee-Bruchharsch die Abfahrtsbedingungen etwas erschwerte. Durch den fleißigen Einsatz von Schneekanonen war gesichert, dass keiner von uns Bodenkontakt hatte. Ich hoffe, dass ich den beiden Schitourenneulingen die Freude am Schitourengehen vermitteln konnte und dass wir bei unserer nächsten Tour auch ein paar Sonnenstrahlen erwischen. Wobei so eine verschneite Winterlandschaft im Schneegestöber ist schon auch idyllisch.
Sonntag, 25. November 2012
Großer Phyrgas
Der Schnee lässt noch auf sich warten, dafür waren noch sehr milde Temperaturen und Sonnenschein angesagt. Also nichts wie ohne Tourenschi ab in die Berge und stattdessen Wandern gehn. Melanie und ich sind nach einer kurzen Nacht (der Rettungsball in Rosenthal war doch recht lustig) zur Bosruckhütte gefahren und haben den großen Phyrgas in Angriff genommen. Wir waren nicht die Einzigen denen aufgefallen ist, dass heute wunderschönes Wetter und optimale Bedingungen zum Wandern waren, immer wieder trafen wir auf andere motivierte Wanderer. Bei uns brauchte der Kreislauf noch ein wenig, bis er in Schwung kam, und bei der Gipfeljause wäre ein kleines Nickerchen am windstillen, von der Sonne gewärmten Gipfelkamm sehr verlockend gewesen.
Bei der Jause hielten uns jedoch ein paar Alpendohlen munter. Eine setzte sich sogar auf einen meiner Bergschuhe und beim zuwerfen von Brotbrösel hüpfte sie ab und zu von einem meiner Schuhe auf den anderen. Nach der Spielstunde mit den Vöglein stiegen wir wieder ab und beim Auto angekommen freuten wir uns schon aufs Bett. Das musste aber noch ein wenig warte, schließlich ist noch ein Blogeintrag zu schreiben.
Heute durften wir einen wundervollen Ausklang der Wandersaison erleben. Von mir aus darf jetzt der Schnee kommen.
Bei der Jause hielten uns jedoch ein paar Alpendohlen munter. Eine setzte sich sogar auf einen meiner Bergschuhe und beim zuwerfen von Brotbrösel hüpfte sie ab und zu von einem meiner Schuhe auf den anderen. Nach der Spielstunde mit den Vöglein stiegen wir wieder ab und beim Auto angekommen freuten wir uns schon aufs Bett. Das musste aber noch ein wenig warte, schließlich ist noch ein Blogeintrag zu schreiben.
Heute durften wir einen wundervollen Ausklang der Wandersaison erleben. Von mir aus darf jetzt der Schnee kommen.
Labels:
Wandern
Standort:
Oberweng 60, 4582 Oberweng, Österreich
Dienstag, 18. September 2012
König Löwenherz
Das Gesäuse hat schon so laut nach mir gerufen in letzter Zeit, da war ich heute heilfroh, dass ich dem Ruf endlich folgen konnte. Mit Alex im Gepäck sind wir um 3:30 von Graz aus Richtung Gstatterboden aufgebrochen. Beim Einstig waren wir um ca. halb Neun, nur leider nicht ganz beim Richtigen. Anstatt in die Tour König Löwenherz einzusteigen, sind wir die erste Seillänge der Tour Frostbeule gegangen und dann zur richtigen Tour gequert. Die Querung war unproblematisch und die erste Seillänge der Tour Frostbeule war auch sehr schön. Also weiter nichts passiert und wir konnten die restliche Tour genießen.
Es ist eine relativ homogene und sehr schöne, gut abgesicherte Genussklettertour. Die Bewertung ist für Gesäuse Verhältnisse recht human, also die 6+ Seillängen sind zwar interessant, aber lösen sich doch immer sehr gut auf.
Insgesamt ist der Tag, wenn man von Graz aus aufbricht, mit dem relativ weiten Zustieg, gut ausgefüllt. Nach einem gemütlichen Abstieg mit Kuchenpause beim Buchsteinhaus, waren wir um kurz nach Sieben wieder Zuhause. Auch wenn wir etwas müde angekommen sind, hat es sich jedenfalls gelohnt. Das Gesäuse ist immer eine Reise wert.
Es ist eine relativ homogene und sehr schöne, gut abgesicherte Genussklettertour. Die Bewertung ist für Gesäuse Verhältnisse recht human, also die 6+ Seillängen sind zwar interessant, aber lösen sich doch immer sehr gut auf.
Insgesamt ist der Tag, wenn man von Graz aus aufbricht, mit dem relativ weiten Zustieg, gut ausgefüllt. Nach einem gemütlichen Abstieg mit Kuchenpause beim Buchsteinhaus, waren wir um kurz nach Sieben wieder Zuhause. Auch wenn wir etwas müde angekommen sind, hat es sich jedenfalls gelohnt. Das Gesäuse ist immer eine Reise wert.
Sonntag, 16. September 2012
Freier als Paul Preuß - abgebrochen
Solange die Tage noch nicht zu kurz sind muss man die Zeit nutzen und hohe Wände in Angriff nehmen. Hans und ich wollten uns heute in einer der höchsten Wände im Salzburger Land versuchen, der Wetterwand im Hochkönigstock. Also starteten wir früh und waren bei Sonnenaufgang am Einstieg der Tour Freier als Paul Preuß. Die ersten drei Seillängen konnten wir gleich zusammenhängen und sparten uns durchs Simultanklettern die Zeit, die ich für einen kleinen Vergeher kurz vor dem zweiten Stand leider wieder liegen ließ. Der Schneefall von den letzten Tagen hinterließ leider seine nassen Spuren und so war der steile Piaz in der dritten Seillänge etwas anstrengend. Die nächste Seillänge stieg Hans vor. Auch diese war nass.
Aufgrund der dichten Absicherung war sie A0 trotzdem gut machbar. Am Stand meinte Hans zu mir, ob wir vielleicht besser Abbrechen sollen. Ich war dagegen, da ich mir ziemlich sicher war, dass nur mehr der nun folgende Quergang (nachdem ein Abbrechen nur mehr schwer möglich ist) nass sein wird und die restliche Tour noch jede Menge traumhafte Seillängen hat. Hans meinte, dass ihm noch 24 Seillängen doch zu viel wären und wir brachen ab.
Schade eigentlich, aber die Wetterwand hat mich sicher nicht das letzte Mal gesehen.
Aufgrund der dichten Absicherung war sie A0 trotzdem gut machbar. Am Stand meinte Hans zu mir, ob wir vielleicht besser Abbrechen sollen. Ich war dagegen, da ich mir ziemlich sicher war, dass nur mehr der nun folgende Quergang (nachdem ein Abbrechen nur mehr schwer möglich ist) nass sein wird und die restliche Tour noch jede Menge traumhafte Seillängen hat. Hans meinte, dass ihm noch 24 Seillängen doch zu viel wären und wir brachen ab.
Schade eigentlich, aber die Wetterwand hat mich sicher nicht das letzte Mal gesehen.
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